www.claragrunwaldschulefreiburg.de
Home arrow Wir über uns
Main Menu
Home
Wir über uns
Verwaltung
Ferienplan
Klassenliste
Clara II
Leitbild
Clara Grunwald
Maria Montessori
Elternbeirat
Eltern-Wegweiser
Förderverein
Aufnahmeantrag
Aktuelles
Zusatzangebote
Schulwegplan
Advertisement
Advertisement
Wir über uns PDF Print
Die Clara-Grunwald-Schule


ist eine im Wachsen begriffene staatliche Freiburger Grundschule für die Kinder im Stadtteil Rieselfeld.

Zur Zeit werden 655 Grundschüler/innen in 28 Klassen unterrichtet.

Durch das besondere pädagogische Profil – die Montessori-Pädagogik – gibt es nicht nur 18 jahrgangshomogene Klassen sondern auch 10 Familienklassen mit der Jahrgangsmischung 1 – 4.

Alle Lehrerinnen, die an der Schule unterrichten, haben berufsbegleitend das Montessori-Diplom absolviert, nehmen derzeit an einem Diplomlehrgang teil oder werden baldmöglichst daran teilnehmen.



Eine der Familienklassen bei der Arbeit ...

In unseren Familienklassen werden Kinder aus den Jahrgangsstufen 1 - 4 gemeinsam unterrichtet.



Grundgedanken der Montessori-Pädagogik


Das Kind baut sich selbst auf.

Als Ärztin war es Maria Montessori klar, dass jedes Kind seinen Körper selbst aufbaut. Aber was ist mit seinem Geist? Ist das nicht Sache der Erwachsenen? Hierin liegt Montessoris besonderer Beitrag zur Pädagogik: Das Kind baut nicht nur seinen Körper selbst auf, sondern auch seinen Geist. Es ist gewissermaßen sein eigener Lehrer und Erzieher. Natürlich braucht es dazu eine geeignete Umgebung zu der auch liebevolle Erwachsene gehören.

Ein Arzt weiß, dass er einen Kranken nicht gesund machen kann, sondern nur dessen Selbstheilungskräfte unterstützen kann. In gleicher Weise ging die Ärztin Montessori davon aus, dass ein Kind vor allem eine gut vorbereitete Umgebung braucht, in der es geistige Nahrung und Liebe findet. Erziehung heißt für Montessori, Hilfe zum Leben geben.



Die kindliche Entwicklung folgt natürlichen Gesetzen.

Maria Montessori war die erste Pädagogin, die die körperliche und geistige Entwicklung vom Säugling zum Erwachsenen intensiv studiert hat.
Diese Entwicklung verläuft in Phasen. Sie folgt natürlichen Gesetzen. In jeder Entwicklungsstufe treten besondere Bedürfnisse und Aufgaben hervor.
Was treibt die Entwicklung voran? Montessori fand heraus, dass sich in jeder Entwicklungsstufe besondere Sensibilitäten zeigen. Nie lernt der Mensch mit so wenig Anstrengung so viel, und nie bleibt das Gelernte so gut haften als während solcher sensiblen Phasen. Jeder kann das nachprüfen, wenn er die sensible Phase beobachtet, in der das Kind die Sprache erwirbt. Das geht fast von alleine und explosionsartig. Auch für das Schreiben und Lesen gibt es eine sensible Phase. Sie liegt allerdings zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr und ist schon im Abklingen, wenn das Kind in die Schule kommt.
Dass man so günstige Zeiten für das Lernen einfach übersieht, war für Montessori unverständlich.

Sie richtete ihre Erziehungspläne konsequent an den sensiblen Phasen aus. Das war neu und ist es leider immer noch.

Montessoris Beobachtungen wurden inzwischen durch Ergebnisse der Neurobiologie und Hirnforschung bestätigt. Die Forscher sprechen von Lernfenstern, die sich öffnen, oder von sensiblen Phasen. Auch hier war also Montessori ihrer Zeit weit voraus.



Das Kind muss sein eigener Lehrer werden.

In den letzten Jahren setzt sich langsam ein neues Verständnis von Lernen durch. Nicht mehr der Lehrer und die Stoffvermittlung durch Belehren stehen im Mittelpunkt, sondern der Lernende. Lernen kann man nur selbst oder gar nicht. Der Lernende muss selbst aktiv sein können und seinen Lernprozess selbst steuern.

Vor beinahe hundert Jahren kam Montessori für sich zu diesem Verständnis von Lernen und machte es zur Grundlage ihrer Pädagogik.
Ein Kind lernt nicht durch Worte, sondern durch Erfahrungen aus eigenem Tun. Basis seines Lernens sind Sinne, Bewegung und insbesondere die Hände. Also braucht es sinnvolle Materialien zum Handeln, mit deren Hilfe es die Welt der Dinge und der Ideen begreifen kann.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und seinen eigenen Lernweg. Daher muss man dem Kind Freiheit lassen, damit es sein Interesse finden und zeigen kann.

Aufgabe der Erzieher ist es, die Kinder zu beobachten und ihnen eine Umgebung vorzubereiten, die alles Nötige für ihre Entwicklung enthält und alles Überflüssige vermeidet.
In dieser Umgebung können die Kinder ihren Arbeitsgegenstand frei wählen. Aus der Freiheit und der freien Arbeit entsteht ohne Druck von außen die spontane Disziplin, von der Besucher einer Montessori-Einrichtung oft so beeindruckt sind.




„Hilf mir, es selbst zu tun.“

In der Regel helfen Erwachsene viel zu viel und vorschnell. Unnötige Hilfe aber hemmt das Kind in seiner Entwicklung. Das Kind braucht nur so viel Hilfe, um sich selbst weiterhelfen zu können.
Fehler sind nicht schlimm. Im Gegenteil! Sie gehören zum Lernen. Sie sind nicht Feinde, die es auszumerzen gilt, sondern Freunde des Lernens, besonders dann, wenn das Kind mit Hilfe von Kontrollmöglichkeiten im Material, unabhängig vom Erwachsenen und ohne Beschämung, Fehler selbst finden kann.




Das Kind ordnet sich und entwickelt seine Persönlichkeit

Wenn Kinder frei arbeiten, geraten sie immer wieder an eine anstrengende Arbeit, alle ihre Energien scheinen auf einen Punkt konzentriert zu sein. Montessori beobachtete, dass schon kleine Kinder eine lange anhaltende Konzentration aufbringen können, wenn sie eine schwierige Sache meistern wollen. Montessori war die Pädagogin, die das Phänomen der Polarisation der Aufmerksamkeit feststellte und seinen unschätzbaren pädagogischen Wert erkannte, denn im Zustand der Konzentration beginnt das Kind sich zu ändern. Es findet zu sich, ruht in sich und sammelt Kräfte.
Es wird ausgeglichener. Es entwickelt seine Persönlichkeit.
Wenn das Kind aus der tiefen Konzentration wieder auftaucht, findet es um sich herum seine arbeitenden Kameraden, denen es sich zuwenden kann. In der gemeinsamen Arbeit und im Zusammenleben kann es die soziale Seite seiner Persönlichkeit entwickeln.

Hier also liegt der Kern der Montessori-Pädagogik: So beeindruckend die Montessori-Materialien und das Konzept für Lernen und Unterricht auch sind, im Zentrum steht nicht der Wissenserwerb, sondern die Persönlichkeitsentwicklung. Es geht darum, dass der Mensch in jeder Phase seiner Entwicklung Unabhängigkeit erringt, dass er selbständig wird, um schließlich Meister seiner selbst werden zu können.


aus:
(Montessori-Förderkreis Karlsruhe)



Homepage der Clara-Grunwald-Schule